Dr. med. Karl-Philipp Gloning

Dr. med. Karl-Philipp Gloning

Leitender Arzt, Belegarzt
Expertenprofil
Tel: 089 / 15706-519
Fax: 089 / 15704-909

Diagnostik und Therapiemethoden

Die sorgfältige, umfassende Untersuchung des noch ungeborenen Kindes ist ein zentraler Schwerpunkt der Pränatalmedizin. Oberstes Ziel bei allen Maßnahmen sind stets Sicherheit und Wohlergehen von Mutter und Kind.

Ultraschalldiagnostik (Sonografie):

Sonografie
Verschiedene Ultraschalluntersuchungen ermöglichen die Untersuchung des ungebroenen Kindes und seiner Umgebung im Mutterleib:
  • Pränatale Sonografie und 3D-Sonografie (Ultraschall) zur Beurteilung des Wachstums, der Lage und Entwicklung des Kindes sowie der Fruchtwassermenge und der Plazenta (Mutterkuchen)
  • Fetale Echokardiografie zur Untersuchung des Herzens des Ungeborenen
  • Doppleruntersuchung zur Untersuchung des Blutflusses in den Gefäßen von Mutter und Kind, um die Funktion des Mutterkuchens und die Versorgung des Kindes zu kontrollieren und die regelrechte zentralisierte fetale Zirkulation zu überwachen
  • Abdominal- und Vaginal-Sonografie (Ultraschall) zur Begutachtung der Gebärmutter und des Gebärmutterhalses bei drohender Frühgeburt

Invasive Diagnostik- und Therapiemethoden (Punktionen):

Durch die Entnahme von Gewebe, Fruchtwasser oder Blut kann schon in einem sehr frührem Stadium der Schwangerschaft der Gesundheitszustand des Ungeborenen präzise untersucht werden. Insbesondere Erbkrankheiten und genetisch bedingte Fehlbildungen können so früh erkannt und häufig auch behandelt werden. Zu dem breiten Spektrum der Methoden gehören:
- Chorionzottenbiopsie
Die Chorionzottenbiopsie ist eine Gewebeentnahme aus der sich bildenden Plazenta. Sie kann ab der 12. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden. Die Biopsie dient der Gewinnung fetaler Zellen zur Untersuchung der Chromosomen (Zahl und Struktur) und der Erkennung von Erbkrankheiten. Sie wird unter ständiger Ultraschallsicht vorgenommen. Eine Verletzung des Ungeborenen ist ausgeschlossen.
- Amniozentese
Die Amniozentese ist eine Fruchtwasserentnahme aus der Gebärmutterhöhle. Ab der 15. Schwangerschaftswoche wird unter ständiger Ultraschallsicht eine dünne Hohlnadel durch die Bauchdecke eingeführt und Fruchtwasser abgenommen. Die im Fruchtwasser schwimmenden kindlichen Zellen werden im genetischen Labor anschließend auf Chromosomenstörungen (Chromosomen = Träger der genetischen Informationen) untersucht.
- Cordocentese
Die Cordocentese (Blutentnahme aus der Nabelschnur) ermöglicht eine direkte Untersuchung fetalen Blutes mit den üblichen Labormethoden und ermöglicht die direkte Gabe von Medikamenten oder eine evtl. notwendige Bluttransfusion im Mutterleib. Achtung: Nabelschnurblutspende vorr. bis Ende Juni 2008 nicht möglich!
- Organpunktion
Mit Hilfe der Organpunktion können ganz gezielt winzige Gewebeproben aus unterschiedlichen Organen des Kindes entnommen werden. Dies geschieht nur bei begründetem Verdacht auf eine krankhafte Organentwicklung und wird schonend und sicher unter Ultraschallsicht vorgenommen. In den meisten Fällen werden Zysten oder Ergüsse aus kindlichen Organen abpunktiert im Sinne der Behandlung des Fetus.
Um die Eltern umfassend zu beraten und die Behandlung des Un- oder Neugeborenen interdiszplinär zu planen, kooperieren wir seit Jahren eng mit der Kinderklinik vom Dritten Orden.